___Konzept___
   
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  • Wann: Anfang Schuljahr 2002/03
  • Wer: Jugendliche (m/w) 14 - 16 Jahre; Hauptschule Freilassing 9te Klassen
  • Was: Fotos von dem, was einem pers. gefällt/besonders stört
  • Warum: Die Neugier zu erfahren, was junge Menschen beschäftigt und die Erfahrung, wie teilen diese ihre Gefühle visuell mit.
  • Wie: Mit Hilfe von Wegwerfkameras (Einwegkameras) sollten, so frei wie möglich und so eingegrenzt wie nötig, einzelne Jugendliche ein für sie persönlich positives und ein negatives Foto machen.
  • Ziele: 1. Nach dem Fotografieren folgten Bildbesprechungen der Ergebnisse im Forum der Gruppe. Hierbei wurde vor allem der Begründung des Fotografen/in zu seinen Fotos besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Erst nach der Erklärung wurden die entsprechenden Bilder der ganzen Gruppe gezeigt (auch der Urheber sah jetzt seine Werke das erste Mal)! Verbalisieren des Beabsichtigten, also keine Bildbeschreibung! Danach folgte die ebenso wichtige Auseinandersetzung der Gruppe mit dem Bild des Anderen. Durch konstruktive Kritik erklären, ob das Bild die beabsichtigte Wirkung hat und warum. 2. Eine Ausstellung mit Katalog, die auf keinen Fall im Schulgebäude stattfinden sollte. Öffentlichkeit ist ganz wichtig. Mut der Fotografen fördern; Auseinandersetzung der Bürger mit der Sichtweise der Jugendlichen; erfahren, wie man eine Präsentation professionell durchführt.
  • Zeitraum: vier Wochen für Einweisung, Fotografieren, Entwickeln, erste Bildbesprechung (Geschwindigkeit spielt eine große Rolle, damit die Jugendlichen dranbleiben.) Die Quote der Fehlenden bei unseren Treffen (16 Teilnehmer) war erstaunlich gering und entsprach nicht dem üblichen Schnitt, obwohl es eine freiwillige Arbeit war.

Material/Arbeitsanweisung:

Die Gruppe wurde von mir über Weg und Ziel unseres Projektes informiert. Eine kurze, sehr einfach gehaltene Abhandlung über Entstehung und Bedeutung von Fotografie.
Die Jugendlichen bekamen je eine Einwegkamera mit 27 Aufnahmen. Ich erklärte Ihnen, worauf beim Fotografieren zu achten ist, um zu scharfen und verwendbaren Fotos zu kommen. Kein Fotokurs.
Sie wurden mit Hilfe eines von mir gestellten Beispiels auf den Blick fürs Wesentliche hingewiesen, und darauf, dass der Betrachter dies nur nachvollziehen kann, wenn es in dem Bild das größte, hellste, eben das wichtigste ist.

Die Geräte wurden nach einer Namensliste ausgegeben und mit Nummern versehen. Rückgabetermin war eine Woche später beim betreuenden Lehrer.

Die Teilnehmer wurden noch einmal auf die beiden Ergebnispunkte positiv/negativ hingewiesen und dass die Fotos aus jedem Bereich ihres Lebens stammen dürfen.
Wichtiger Ausschluss: keine Portraits! Schutz von Personen ist hier ganz besonders ernst zu nehmen!!!

Wer nimmt teil an diesem Projekt?

Bei unserer Vorbesprechung mit den Klassenleitern wurden diese gebeten, aus ihren Schülergruppen Teilnehmer nach folgenden Kriterien auszuwählen:

  • wenigstens ein Ansatz von Interesse an kreativer Arbeit
  • ein Mindestmaß an Zuverlässigkeit
  • Der Anteil männlich/weiblicher Teilnehmer deutscher und nichtdeutscher Herkunft soll ausgewogen sein.
  • Durchmischung im Hinblick auf die herrschenden Gruppenstrukturen in der Schule, Mitglieder starker und schwacher Gruppen
  • Es ist besonders darauf zu achten, dass nicht mehrere Teilnehmer aus einer Clique stammen (mangelnde Vielfalt).

Anzahl: auch eine Frage des Budgets, aber in jedem Fall mindestens 15 Personen

Budget/Kostenkalkulation:

Kameras und Entwicklungskosten werden nach Möglichkeit und Menge über Sponsoring finanziert (Fotogeschäft, Hersteller, Labor, Werbung, Zeitung).
Die Kosten, die letztlich bei erfolgreicher Durchführung und Selektion des Materials anfallen, also Poster von Fotos und Präsentationskosten sollten von Stadt und Schule übernommen werden. Hier ist besonders an die Imagepflege zu erinnern, die diese dabei erfahren.

Bei einer Teilnehmerzahl von 16 Personen liegt der zu veranschlagende Betrag bei etwa € 3.200,- bis € 3.500,-.
Hierin sind keine Honorare z. B. für den Leiter des Projektes enthalten.

Präsentation/Referenz:

Der zur Präsentation benötigte Raum bzw. Fläche muss lokal bestimmt sein, damit meine ich nicht den Schulflur, sondern einen öffentlichen Raum, den auch andere Bürger betreten (z. B. Rathaus und Internet). Werbung und Berichte von Zeitung/Rundfunk, Vernissage, Diskussionen sind nur einige Beispiele die Aktion zu publizieren.

Die Projektleiter

Uwe Kurenbach, geb. 07.10.1956, wohnhaft in Freilassing seit 1992
Fotoprojekte:
"Das Dorf - das Portrait - Eham"
"Der Bahnhof - das Portrait - Freilassing"
Fotograf des "Gustav Mahler Jugendorchester" 1998
Diverse Veröffentlichungen

Georg Simmerl, geb. 20.04.60 in Rosenheim
Dipl. Religionspädagoge
seit 1986 an der Hauptschule Freilassing zuständig für das Fach Kath. Religion
Vertrauenslehrer seit 10 Jahren
seit 5 Jahren verstärkt Projektarbeit mit Schülern

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