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Die Wahrheit der Jugend von heute

Fotografie und die Weltsicht der Jugend stehen im Zentrum eines Projektes an der Hauptschule Freilassing

Ein außergewöhnliches und interessantes Projekt fand vor kurzer Zeit unter der Leitung des Fotokünstlers Uwe Kurenbach und des Lehrers Georg Simmerl an der Hauptschule Freilassing statt.
15 Mädchen und Jungen aus den 9ten Klassen wurden aufgefordert in Form von Fotos zu zeigen, was sie negativ bzw. positiv an ihrer Welt finden.
Ohne größere fototechnische Anweisungen wurden Einwegkameras an die Schüler ausgeteilt, mit der Aufforderung Ihre Ansichten in Bildern mitzuteilen.
Die Fotos sollten persönlich sein, d.h. im privaten sowie im schulischen Umfeld entstehen.
Portraits waren nicht erlaubt. Sympathie und Antipathie sollten nicht an Personen, sondern an Situationen und Gegenständen festgemacht werden.

Anstoß zu dem Fotoprojekt gab die Freilassinger Ausstellung "Gesehenwerden" von Margareta Thiel im Mai vergangenen Jahres. Hierbei handelte es sich um Arbeiten jugendlicher Strafgefangener, die unter Anleitung von Frau Thiel entstanden waren.
Diese Bilder hinterließen einen tiefen Eindruck bei den Initiatoren des Fotoprojektes der Hauptschule Freilassing. Sie beschlossen spontan, ein Projekt ins Leben zu rufen, das die Befindlichkeit der Jugend um 16 widerspiegeln sollte.
Alles weitere fand sich schnell. Der Fotograf Uwe Kurenbach stellte ein Konzept zusammen. Der Hauptschullehrer Georg Simmerl kümmerte sich um die Vermittlung und die pädagogische Betreuung.

Noch vor den Sommerferien wurden die Klassenleiter der 9ten Klassen des Jahrgangs 2002/2003 der Hauptschule Freilassing gebeten, aus ihren Schülergruppen Teilnehmer auszuwählen, die ihnen für ein solches Projekt geeignet schienen.
Bei der Auswahl ging es nicht um die "guten" Schüler, vielmehr sah das Konzept vor, ausgewogen starke wie schwache Schüler, Schüler verschiedener Herkunft sowie Mädchen und Jungen zu gleichen Teilen einzubinden.
So konnte bereits Ende September 2002 ein erstes Treffen der Schüler mit den Projektleitern stattfinden. Die Aufforderung an die Jugendlichen lautete: je mindestens ein Foto zu machen, das Ausdruck des Glücks, der Zufriedenheit, der Sicherheit oder der Freude ist und ein Foto, das das Gegenteil ausdrückt.
Besonders wichtig ist zu bemerken, dass bewusst kein Fotokurs geplant oder durchgeführt wurde. Im Gegenteil, das Konzept sah von vornherein eine technische Gleichstellung der Teilnehmer vor. So wurden absichtlich Einwegkameras verwendet, um den Blick für das Wesentliche und die Entscheidung für das Motiv, das als Ausdruck eines Gefühls dient, in den Mittelpunkt zu rücken. Verfremdende technische Einflüsse waren nicht möglich.
Die Minderwertigkeit der Technik und der Optik in diesen Geräten wurde, so Uwe Kurenbach, bewusst in Kauf genommen worden.
Die technische Beschränkung sollte zu einer gleichmäßigen Ästhetik und zum Seriencharakter der Bilder beitragen.
Die Unterschiedlichkeit der Motive und die Vielfalt der Fotos zeigt, dass die Fotografen/innen sehr individuell ihre "Ansichten" zum Ausdruck gebracht haben.
Georg Simmerl, der neben diesem Projekt bereits etliche andere mit Hauptschülern ins Leben gerufen hat und betreut und Uwe Kurenbach zeigen sich ausgesprochen zufrieden mit den Ergebnissen.
"Die Offenheit, mit der uns die Jugendlichen hier begegnen ist einfach toll!", so die übereinstimmende Meinung der "Macher".
Die Ausstellung der Fotografien und der beigestellten Zitate ist im Rathaussaal der Stadt Freilassing zu sehen.

Die Öffnungszeiten vom 11.02.2003 bis 17.02.2003: täglich von 15:00 bis 19:00 Uhr.

Es werden jeweils Teilnehmer anwesend sein und durch die Ausstellung führen.
Neben der Bedeutung für die Schüler ist es den beiden Projektleitern ein besonderes Anliegen Personen anzusprechen, die im betreuenden/schulischen Bereich tätig sind.

Freilassing, den 18.01.2003

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